



Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil für die körpereigene Produktion von Hormonen und Gallensäuren sowie für den Aufbau der Zellhüllen. Etwa drei Viertel des im Organismus vorhandenen Cholesterins entsteht durch Neubildung, ein Viertel durch Nahrungsaufnahme. Die Bestimmung dieses Fettes dient zur Früherkennung des Arteriosklerose-Risikos (Risiko der Arterienverkalkung) und zur Kontrolle der Therapie mit lipidsenkenden Medikamenten.
Erhöhung der Cholesterinkonzentration:
Nach den derzeitigen Erkenntnissen sind Cholesterinwerte über 200 mg/dl (5,2 millimol/l) mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankungen verbunden, die auf dem Boden einer Arteriosklerose (Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall) entstehen. Dieses Risiko steigt mit zunehmender Cholesterin-Konzentration und wird durch andere Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und/oder Übergewicht potenziert. Bei einem Cholesterinspiegel ab 260 mg/dl (6,5 millimol/l) verdoppelt sich das Risiko, einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden. Ab einem Wert von 300 mg/dl verdreifacht sich die statistische Infarktgefahr.
| Alter | kein Risiko mg/dl (mmol/l) |
mäßiges Risiko | hohes Risiko |
| < 20 | bis 170 (4,4) | > bis 170 (4,4) | > 185 (4,8) |
| 20-30 | bis 200 (5,2) | > bis 200 (5,2) | > 220 (4,8) |
| 30-40 | bis 220 (5,7) | > bis 220 (5,7) | > 240 (6,2) |
| > 40 | bis 240 (6,2) | > bis 240 (6,2) | > 260 (6,7) |
Wichtig: